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Quantisch gedacht

In the summertime

…when the weather is high…

Ich befand mich in meinem ersten Lebensjahr, als die Band „Mungo Jerry“ ihren Sommerhit mit dem passenden Titel „In the Summertime“ veröffentlichten.

Ich weiß nicht, ob ich mit den Füßen mitgewippt habe, wenn der Song im Radio kam, aber durch meine beiden älteren Geschwister lernte ich den Song später kennen und schätzen.

Raymond Edward Dorset, so der Name des Bandgründers und Sängers, beginnt das Lied mit den Worten:

„In the summertime, when the weather is high…“

Das bedeutet natürlich nicht, dass das Wetter „mächtig einen sitzen hat“ oder „breit wie ein Schuh ist“, sondern eher, dass das Wetter einfach sommerlich ist, so wie es sich für einen ordentlichen Sommer nunmal gehört, was eben nicht immer der Fall sein kann (und hatte nicht mal Rudi Carrell 1975 gesungen: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer, ein Sommer wie er FRÜHER einmal war…?“).

Wir leben hier in Deutschland in zwei maßgeblichen Klimazonen, dem „gemäßigten maritimen Klima“ im Norden und Westen und dem „gemäßigten kontinentalen Klima“ im Osten und Süden (ruhig mal selbst recherchieren).

Ersteres definiert sich durch milde Sommer, warme Winter, Niederschlag das ganze Jahr, was mit der Nähe zur Nord- und Ostsee zu tun hat.

Zweiteres definiert sich durch warme Sommer, kalte Winter, weniger Niederschlag mit SAISONALER VARIATION.

Also kurz gesagt, wenn es im Rhein-Main-Gebiet (in dem ich lebe) im Sommer recht heiß ist und die Winter recht kalt, dann ist das eher die Norm als das sie es nicht ist.

Und ich habe schon echt heiße Sommer erlebt, und das nicht nur in den letzten Jahren.

Und echt kalte Winter kenne ich auch.

Aber eben auch umgekehrt.

Wichtig bei diesen ganzen Betrachtungen ist, dass man auf keinen Fall WETTER mit KLIMA verwechseln darf!

Hier die Definition von KLIMA unseres Umweltbundesamtes:

„Klima⁠ ist der mittlere Zustand der ⁠Atmosphäre⁠ an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum. Als Zeitspanne für Untersuchungen des Klimas empfiehlt die Weltorganisation für Meteorologie (⁠WMO⁠ – World Meteorological Organization) mindestens 30 Jahre, aber auch Betrachtungen über längere Zeiträume wie Jahrhunderte und Jahrtausende sind bei der Erforschung des Klimas gebräuchlich.“

Und vom Deutschen Wetterdienst die von WETTER:

„Als „Wetter“ wird der physikalische Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem auch kürzeren Zeitraum an einem bestimmten Ort oder in einem Gebiet bezeichnet, wie er durch die meteorologischen Elemente und ihr Zusammenwirken gekennzeichnet ist.“

Jetzt lebe ich ja schon „über einen längeren Zeitraum in einem bestimmten Gebiet“ und habe schon alle möglichen Klima(Wetter)zustände hier erlebt.

Es gab Sommer, die waren so nass und kalt, dass ich sie (vor allem in den Sommerferien) verflucht habe und die Ernten sprichwörtlich „ins Wasser gefallen sind“, oder Winter, die so warm waren, dass wir mit T-Shirts tagsüber draußen sein konnten.

Aber auch Schneemassen, die unsere kompletten Fenster zugeweht hatten und wir auf dem See im Ort Schlittschuh fahren konnten.

Einmal hatten mein Bruder und ich die glorreiche Idee, unseren Schlitten (erzgebirgische Handarbeit, den habe ich heute noch) an seinem Mofa festzubinden und es war ein Heidenspaß mit ihm damit durch den Schnee zu pacen.

Und wenn die Hände trotz dicker Handschuhe vor Kälte fast taub waren, sollten wir sie unter kaltem(!) Wasser langsam wärmen.

Ich hatte es mal mit warmem Wasser probiert. Die Schmerzen waren kaum auszuhalten…

Aktuell ist es zwar wieder warm, aber der Juli war ja größtenteils allerorts (wir waren eine Woche an der Ostsee zum Verwandtenbesuch) ein „sommerlicher Griff ins Klo“.

Dennoch überschlagen sich die „Qualitätsmedien“ uns weißzumachen, dass er zwar „gefühlt“ zu nass und zu kalt war, aber dennoch „viel zu warm“.

In der Kindererziehung zum Beispiel ist es fatal, wenn man bei einem Kind versucht, ihm ständig das eigene Gefühl, die eigene Erfahrung auszureden, nach dem Motto (bei einer Verletzung): „Ach, das tut doch garnicht so weh!“

Man produziert damit (meist ohne böse Absicht) einen Menschen, der sich nicht selbst „über den Weg traut“, weil er gelernt hat, sich und seiner Wahrnehmung NICHT zu vertrauen.

Mir scheint, dass dieser Mechanismus auch hier zur Anwendung kommt.

Nicht umsonst gibt es mittlerweile den Begriff der „Klimaangst“.

Und da Angst ja bekanntlich gefügig, lenk- und beeinflussbar macht: „Auftrag ausgeführt!“…

NICHTS geht über ein gerüttelt Maß an Bildung („Bildung ist das, was übrigbleibt, wenn alles Gelernte vergessen ist“), um die Informationen, die einen erreichen, ordentlich einordnen zu können, OHNE dass einem jemand sagen muss, was man davon zu halten hat.

Und wenn Euch demnächst wegen Eures selbständigen Denkens irgendeiner wieder einmal als „Klimaleugner“ bezeichnet (ein „schönes“ Wort, was fast schon sektenhafte Züge innehat), dann verzeiht es ihm, er weiß es eben nicht besser…

Denn dass sich das Klima (siehe Definition weiter oben) ändert (also „wandelt“), ist eine unumstößliche Tatsache seit es die Erde gibt.

Aber schon damals, vor der Reformation durch Luther und andere Vordenker, war das Spiel mit der Angst sehr lukrativ für bestimmte Kreise:

Damals die Kirchen mit ihrem Ablasshandel, heute der Staat und andere mit der „Klimaabgabe“ oder dem „CO2-Ablasshandel“.

„Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt.“

Und, auch wenn wir Menschen keinen BEWUSSTEN Einfluss auf das Klima nehmen können, kann es nur sinnvoll sein, sich BEWUSST mit seinem eigenen (Konsum)Verhalten gegenüber der Umwelt (sich Selbst, den Anderen, der Natur) auseinanderzusetzen und auch ordentlich seinen Müll zu trennen.

Ich mein‘ ja nur…

3 Antworten auf „In the summertime“

wieder mal sehr gut geschrieben formuliert, um was es wirklich geht….

alla dann… lass uns unsere Umgebung mal ‚klimatisieren‘

Ja – auch ich bin manchmal ein Pöser Konsumist ! Ich glaube aber eher einer von der harmloseren Sorte …

Peace

Hr. Specksenheimer

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