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Quantisch gedacht

Die zweite Welle

Nieder mit Hartz IV!

Bildungspsychologisch betrachtet ist es überhaupt nicht seltsam, dass der individuelle Bildungsgrad eines Menschen sehr von seinen individuellen Verhältnissen abhängt, also zum Beispiel von biologischen Voraussetzungen, örtlichen Begebenheiten, persönlichen Vorlieben und Interessen.

Aber auch von den monetären?

Denn das dürfte ja eigentlich überhaupt garnicht sein, schließlich hat in diesem Land doch jeder die gleichen Chancen auf Unterstützung, Förderung und Gleichbehandlung.

Das verstieße ja gegen das Grundgesetz, kann also faktisch garnicht sein…

Nun ist es ja für gewöhnlich so, dass die meisten Menschen persönlich überhaupt garnichts dafür können, dass sie geboren wurden.

Und von einem eigenen Aufenthaltsbestimmungsrecht (also das Recht, auszuwählen, wo man sich aufhält, also quasi hineingeboren wurde) kann auch nicht immer die Rede sein.

Man fügt sich also mehr oder weniger in sein Schicksal und wenn man Glück hat, war genug Bildung für einen selbst übrig, sodass man sich nun selbst ein Urteil bilden und entsprechend handeln kann.

Denn dass ein Mensch handlungsbefähigt und selbstbestimmt leben möchte, stelle ich außer Zweifel, auch wenn es einen Gutteil von Menschen geben könnte, die sich nicht vorstellen können, dass dem tatsächlich so ist.

Als Sozialstaat haben wir uns genau zu diesem Passus verpflichtet. Aber nicht auf Gedeih und Verderb, sondern scheinbar wesentlich subtiler.

Klar, Menschen sollen (und im günstigsten Fall wollen) ja ihren Beitrag zum Gemeinwesen leisten und das möglichst sinnvoll.

Und um den eigenen Beitrag am sinnvollsten beizusteuern zu können, wäre näturlich eine individuelle, auf eigene Ressourcen hinzielende Bildung nötig.

Ohne Beschränkungen.

Das SGB II, auch als Hartz IV bekannt, sichert jedem Menschen in Deutschland eine materielle Grundversorgung zu. Die allerdings, ist stets an Bedingungen geknüpft.

Schließlich hat man seine Arbeitskraft dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen. Aber bitte ohne Ansprüche an Tätigkeit und Gehalt, denn was können wir für ihren Bildungs- bzw. Vermittlungsgrad?

Mmh…

Merkt ihr was? Schon wieder hängt das Einkommen mit der Herkunft (also Bildung) zusammen und umgekehrt, das ist ja der Witz!

Wie soll man denn da so einfach rauskommen, aus der Feedbackschleife? Das ist ja so wie bei Obdachlosen (warum, zum Teufel gibt es sowas überhaupt!?!),
keine Wohnung = kein Job, kein Job = keine Wohnung.

Total bescheuert.

Mein Vorschlag:

  1. ARGEn und sog. Hartz IV abschaffen, mit frei werdenden Ressourcen Angebote z.B. der ersten Welle ergänzen und Rest aus- und weiterbilden in passenden Funktionen.
  2. Es ist dann immer noch dauerhaft genügend Kohle da, um das vieldiskutierte Grundeinkommen zu garantieren.
    Dauerhaft.
  3. Desgleichen gilt für Rentnerinnen und Rentner. Auch hier bedingungslos aufstocken. Und wer weiß, den berühmten „rüstigen Rentner“ gibt es ja tatsächlich, denn…
  4. Keine Panik, jeder kann und wird etwas zum Gemeinwesen beitragen, wenn man ihn nur im Rahmen seiner Möglichkeiten die Wahl lässt.
  5. Funktioniert natürlich nur, wenn wir das Bildungssystem so umbauen wie im vorangegangenen Beitrag beschrieben.

Und alle haben immer noch Arbeit.

Und alle Gelder und andere Ressourcen werden optimal und verlustfrei eingesetzt.

Also optimale Lern- und Lebensumgebung für Kinder und die Erwachsenen.

Klingt vertraut?

Ich sag doch: es hängt alles mit allem zusammen…

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